Declaration of Krakow - Montessori Education and Inclusion
Each human being constructs his own personality.
Child development is the outcome of an interaction between inner potentials and environmental phenomena. The natural, social and cultural conditions of the environment are different for each child. Taking into account that children are not equally gifted, it can be said that all human beings are unique. Therefore the pedagogical and didactic approach should be: to provide with an environment in which each child can find the proper means for, development, tools that match with his individual needs.
What can be said about children in general also goes for the specially gifted, the retarded and the physically and mentally disabled. They need special help, but so do all children and young people.
Inclusion stands for the right of all young learners, from whatever ethnic, cultural or social origin, with whatever problems or deviations, to learn together and from each other in a school for all. Therefore education should be inclusive. Children should be learning in schools with heterogeneous learning groups adjusted to the various needs and talents of children; schools for the gifted and the non-gifted, for the abled and the disabled, in short inclusive schools. Inclusion means no longer seeing the learner as a problem but focusing on the education system.
We endorse the UN-resolutions of the UN convention of 2006 concerning the rights of physically and mentally disabled children. All children should have access to a general education without discrimination, acceptable to parents and the local and national authorities in accordance with the latest scientific and social findings.
All available means should be applied to improve the development and social integration of each individual child.
To realize this, governments should change the education systems towards inclusive education. Each and every school should implement inclusive practices. Teachers should be trained for inclusive education by teacher-trainers who understand this educational model. Teacher-trainers should change their programs and methods, promoting and developing a curriculum for inclusive schools. This is all based on the conviction that, rather than just taking note of the theory, inclusive education requires a change of attitude
Diversity and inclusion are at the very heart of Montessori education, strongly based as it is on providing for the different needs of individuals.
Krakow, October 2009
”Every Child is special” - Montessori and Inclusion
ERKLÄRUNG VON KRAKAU
Jeder Mensch baut seine Persönlichkeit selber auf.
Die Entwicklung des Kindes ist das Ergebnis einer Wechselwirkung zwischen inneren Potentialen und umweltbedingten Phänomenen. Die biologischen, sozialen und kulturellen Bedingungen der Umwelt sind für jedes Kind anders. Kinder sind nicht gleich begabt, weil alle Menschen einzigartig sind. Deshalb sollte der pädagogische und didaktische Ansatz lauten: Jedes Kind muss in seiner Umgebung die Mittel finden, die ihm ein Optimum an individueller Entwicklung ermöglichen, eben in Übereinstimmung mit seinen individuellen Bedürfnissen.
Was für Kinder im Allgemeinen zutrifft, gilt auch für hochbegabte Kinder, für in ihrer Entwicklung verzögerte, für körperlich und geistig behinderte Kinder. Sie brauchen besondere Hilfe, aber das gilt für alle Kinder und Jugendlichen.
Inklusion steht für das Recht aller jungen Lernenden zusammen und von- einander zu lernen in einer Schule für alle, unabhängig von ihrer ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft, gleichgültig mit welchen Problemen oder Besonderheiten sie in dieser Welt leben. Deshalb muss Bildung inklusiv sein. Die Kinder sollten in der Schule in heterogenen Lerngruppen lernen, angepasst an die jeweils unterschiedlichen Bedürfnisse und Begabungen. Sie lernen in Schulen für begabte und nicht begabte Kinder, für behinderte und nicht behinderte Kinder, kurz in inklusiven Schulen. Inklusion bedeutet nicht mehr den Lernenden als ein Problem zu sehen, sondern das Bildungssystem kritisch ins Blickfeld zu nehmen.
Wir unterstützen die UN-Konvention von 2006, in dem die Rechte von körperlich und geistig behinderten Kindern dargelegt werden. Alle Kinder sollen Zugang zu einer allgemeinen Bildung ohne Einschränkung haben. Diese muss für alle Eltern verfügbar sein, für lokale und nationale Behörden und in Einklang mit den neuesten wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erkenntnissen stehen.
Alle zur Verfügung stehenden Mittel sollten eingesetzt werden, um die Entwicklung und die soziale Integration des einzelnen Kindes zu verbessern.
Um dies zu verwirklichen, müssen die Regierungen die Bildungssysteme ändern, damit inklusive Erziehung Wirklichkeit wird. Jede Schule sollte inklusive Bildung einführen. Lehrer sind für den inklusiven Unterricht von Lehrer-Trainern auszubilden, die dieses pädagogische Modell verstehen. Lehrer-Ausbilder sollten ihre Programme und Methoden für die Förderung und Entwicklung eines Curriculums der inklusiven Schule ändern. Es geht keinesfalls nur um die Kenntnisnahme von Theorien. Inklusive Bildung erfordert eine Änderung der Einstellung.
Vielfalt und Inklusion sind das Herzstück der Montessori-Pädagogik, geht es doch darum, den unterschiedlichen Bedürfnissen des Individuums durch die Bereitstellung einer entsprechend vorbereiteten Lernumgebung gerecht zu werden.
Krakau, Oktober 2009



